Wunden
Angriff der Mikroorganismen
Wunden und Wundarten
Unter einer Wunde versteht man die Trennung des Zusammenhangs von
Geweben der Körperhülle, die meist mit einem Verlust an Substanz
verbunden ist. Tiefer gehende Schädigungen, die das Muskelgewebe,
das Skelettsystem oder innere Organe betreffen, werden
definitionsgemäß als komplizierte Wunden bezeichnet.
Nach ihrer Entstehung, aber auch nach Tiefe und Ausdehnung des
Defektes werden Wunden in verschiedene Wundarten unterschieden:
1. mechanische bzw. traumatische Wunden,
2. thermische und chemische Wunden
3. Geschwüre
Prinzipien der Behandlung
Mechanisch lassen sich Beläge und devitalisiertes Gewebe mit
Skalpell, Schere oder einem scharfen Löffel abtragen. Die Infektion
der Wunde ist die folgenschwerste Störung der Wundheilung. Sie wird
durch die verschiedensten Mikroorganismen verursacht, die in die
Wunde eindringen, sich dort vermehren und dabei schädigende
Giftstoffe erzeugen. Das Infektionsgeschehen ist zumeist örtlich
begrenzt und führt durch Gewebszerstörungen mit Nekrosenbildung zu
unterschiedlich schweren Wundheilungsstörungen. Jede Wundinfektion
kann sich aber auch systemisch bis hin zur akut lebensbedrohlichen
Sepsis ausweiten.
Das Vorhandensein bzw. die Beschaffenheit des Granulationsgewebes
ist ein wichtiger Indikator für die Qualität der Reparationsprozesse
bei der sekundären Wundheilung. Das Granulationsgewebe kann dabei
als „vorübergehende Organeinheit“ bezeichnet werden, die äußerst
empfindlich auf exogene Einflüsse und Störfaktoren reagiert. Dement
sprechend ist es so schonend wie möglich zu behandeln.
Mehr als Blutstillung und Wundschutz
Die Behandlung chronischer Wunden unterschiedlichster Genese stellt
höchste Anforderungen an das therapeutische Management. Denn längst
sind nicht alle Vorgänge bekannt, die die zu beobachtenden
fehlgesteuerten Zellmechanismen hinreichend erklären könnten. Nicht
zuletzt auf der Grundlage der heutigen Erkenntnisse über die
physiologischen Wundheilungsmechanismen ist es jedoch zunehmend
möglich, aktiv und korrigierend auch in die gestörten
Wundheilungsprozesse einzugreifen.
Seit jeher hat der Mensch seine Wunden verbunden und damit
instinktiv die richtige Maßnahme ergriffen. Blutstillung und
Wundschutz waren dabei über Jahrtausende hinweg die Hauptaufgaben
des Verbandes. Und sie sind es heute noch. Aber gerade durch die in
den letzten Jahr zehnten erkannten
biochemischen und morphologischen Zusammenhänge bei der Wundheilung
konnten Wundauflagen entwickelt werden, die in hohem Maße
therapeutischen Zwecken dienen. Damit ist der moderne Wundverband
insbesondere bei der Therapie chronischer Wunden zu einem
unverzichtbaren Bestandteil
der lokalen Wundbehandlung geworden.
Der Verbandwechsel
Je nach Art der zu versorgenden Wunde ist der Verbandwechsel durch
eine ganz spezielle Problematik gekennzeichnet: Die wenigsten
Schwierigkeiten bereiten dabei primär heilende, durch Naht
verschlossene Wunden. Der Verband hat hier die Aufgabe, eventuelle
Sickerblutungen aufzunehmen und die Wunde vor Sekundärinfektionen
bzw. vor mechanischen Irritationen zu schützen. Ungleich höher sind
dagegen die fachlichen Anforderungen an den Durch - führenden bei
einem Verbandwechsel bei sekundär heilenden, akuten und chronischen
Wunden. Denn in diesem Fall ist der Wundverband eine wesentliche
therapeutische Maßnahme, mit der alle Wundheilungsphasen beeinflusst
werden können. Demzufolge ist auch die Qualität des Verbandwechsels
mitentscheidend für den weiteren Heilungsverlauf.
Wunddokumentationen
Eine exakte Wunddokumentation beschreibt alle Kriterien, die sowohl
der Therapieplanung und Prognoseabschätzung als auch der
Therapiekontrolle und des Heilungsverlaufs dienen.
Sie ist damit die Grundlage einer jeden effektiven Wundbehandlung,
sollte aber auch als ein unerlässliches Instrument zur Sicherung der
Behandlungsqualität gesehen und akzeptiert werden.
|
Petersburger
Str. 72a
10249 Berlin
Tel.: 030 / 70 71 84 50
Fax: 030 / 70 71 84 70
E-Mail:
praxis@krutz-hofmann.de
.............................................................
Sprechzeiten
Montag bis Freitag
08 - 12 und 14 - 17 Uhr
Samstag
09 - 11 Uhr
.............................................................
Akute Unfälle
Montag bis Freitag
08 - 17 Uhr
.............................................................
|
|