Brüche
Mehr als eine Gipsbehandlung
Der Knochenbruch
Der Knochenbruch ist oft die Folge von einem schweren Unfall, sehr
selten sind auch sogenannte Bagatelltraumen ausreichend. Es gibt
eine Vielzahl von Knochenbruchformen und dementsprechend eine
Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten, daher gibt es seit vielen
Jahren einen eigenen Facharzt zur spezialisierten Behandlung von
Knochenbrüchen und korrespondierenden Verletzungen: Den Facharzt für
Unfallchirurgie.
Erste Hilfe bei einem Knochenbruch
Bei einem Knochenbruch kann zur 1. Hilfe die sogenannte PECH-Regel
angewendet werden:
P wie Pause: Körperteil ruhigstellen z. B. mit einer Schiene E wie
Eis: Körperteil kühlen C wie Compression: Anlegen eines
Druckverbandes H wie Hochlagern: Körperteil hochlagern
Die konservative Behandlung
Die konservative Behandlung ist geeignet für unverschobene und
unkomplizierte Brüche.
Seit Jahrzehnten wird die konservative Therapie weiterentwickelt:
Früher wurde über mehrere Wochen eine starre Gipsbehandlung
durchgeführt, heute wird mit kürzer werdenden Ruhigstellungszeiten
mit Kunststoffschienen bzw. vorangefertigten Lagerungsschienen mit
Klettverschluss behandelt. Die Ruhigstellungszeit wird dabei so kurz
wie möglich gehalten mit anschließender Krankengymnastik,
um eine Einsteifung der Gelenke zu verhindern. Die Dauer der Heilung
hängt dabei von der Bruchart und von der körperlichen Verfassung ab.
Die operative Therapie
Eine operative Therapie kommt in Frage bei verschobenen Brüchen, bei
Gelenkbrüchen oder wenn man die Zeit einer konservativen
Ruhigstellung deutlich verringern will. Bei einer operativen
Versorgung kann nämlich in der Regel sehr zeitnah mit einer
Krankengymnastik begonnen werden, da die Versorgung übungsstabil
erfolgt. Es gibt eine große Variationsbreite bei operativen
Versorgungen, angefangen von winzigen Drähten oder Minischrauben,
bis hin zu großen Platten/Nägeln. Viele Operationen können auch
ambulant erfolgen. In unserer Praxis werden alle „peripheren“
Knochenbrüche ambulant operiert. Dazu gehören Brüche von:
- Fingern
- Mittelhand
- Handgelenk
- Zehen
- Mittelfuß
- Sprunggelenk
Die Operationen erfolgen nach dem neuesten Standards der
Fachgesellschaften mit modernsten Implantaten entweder in
Vollnarkose oder in Regionalanästhesie.
Die postoperative Behandlung
Nach der OP werden sie in unserem Aufwachraum betreut, bis sie die
Narkose voll ausgeschlafen haben und sich wohlfühlen. Es erfolgt der
Transport nach Hause, am nächsten Tag nochmalige Vorstellung in
unserer Praxis zum Verbandswechsel. Die krankengymnastische
Verordnung erfolgt ab dem 1. postop. Tag, wenn notwendig als
Hausbesuch. Eine Materialentfernung ist nicht immer notwendig und
von der Versorgungsform und Bruchform abhängig. Drähte werden wenn
notwendig in der Regel nach 6 - 8 Wochen entfernt, Schrauben und
Platten nach ca. 1/2 - 1 Jahr. Dieser Eingriff ist wesentlich
kleiner, unbelastender und nach 10 - 14 Tagen Nachbehandlung
abgeschlossen.
|
Petersburger
Str. 72a
10249 Berlin
Tel.: 030 / 70 71 84 50
Fax: 030 / 70 71 84 70
E-Mail:
praxis@krutz-hofmann.de
.............................................................
Sprechzeiten
Montag bis Freitag
08 - 12 und 14 - 17 Uhr
Samstag
09 - 11 Uhr
.............................................................
Akute Unfälle
Montag bis Freitag
08 - 17 Uhr
.............................................................
|
|